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Provider Teil I : Webhosting





Um im Internet präsent zu sein, müssen Sie Ihre zuvor erstellten Webseiten mit Hilfe eines Webservers veröffentlichen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

"Billig"-Webspace

Also Webhosting-Angebote unter einem Euro pro Monat, wie sie z. B. von 1&1 und Strato angeboten werden. Die reichen durchaus, um eine kleine Internetpräsenz (bis zu ca. 10 Seiten) zu betreiben. Es gibt jedoch große Einschränkungen: Teilweise ist die Seitenzahl reduziert (im schlimmsten Fall auf nur eine Seite) oder es gibt nur eine E-Mail-Adresse. Auch hinsichtlich der Übertragungskapazität und des Plattenplatzes sowie der serverseitigen Programmierung bieten diese Pakete nicht viel. Für geringe Ansprüche an einen Internetauftritt taugen sie aber durchaus.

Hinsichtlich des Designs müssen Sie keine Einschränkungen hinnehmen. Sie sollten die Seiten aber nicht mit den mitgelieferten "Visitenkarten-Generatoren" erstellen, sondern selbst programmieren oder in Auftrag geben. Ausfallsicherheit und Erreichbarkeit sind oft mit wesentlich teureren Angeboten vergleichbar. Lediglich auf professionelle Feature, wie z.B. ein individuell programmiertes E-Mail Formular und Suchabfragen (z.B. auf Basis Perl) müssen Sie verzichten. Zusammenfassend gesagt: Interessant für Privatleute. Als Freelancer oder Firma sollten Sie jedoch den im nächsten Punkt beschriebenen Business-Webspace wählen:

Business-Webspace

Unter Business-Webspace versteht man allgemein höherwertige Angebote mit erweiterter Funktionalität. Im Gegensatz zum vorher genannten "Billig"-Webspace haben Sie hier praktisch keine Einschränkungen gegenüber einem eigenen Server bei Ihnen im Haus (siehe unten). Sowohl Plattenplatz, als auch Übertragungskapazität und Zahl der E-Mail Adressen genügen selbst für mittelständische Unternehmen. Serverseitige Programmierung ist meist mit PHP und Perl möglich. Der Service (telefonisch und per E-Mail), die Datensicherheit (tägliche Backups, Lampertz-Sicherheitsräume, Diesel-Notstromaggregat) und die Erreichbarkeit genügen bei guten Angeboten auch höchsten Ansprüchen. Daneben werden erweiterte Funktionen wie eine Shop- (E-Commerce) und Datenbankanbindung (meist mysql) angeboten. Ebenfalls zählen meist mehrere Domains und Subdomains zum Lieferumfang, mit denen Sie unter anderem Ihren Firmennamen unter allen wichtigen First-Level-Domains wie .de, .com, .net, .info oder .biz erreichbar machen können. Vervollständigt werden diese Pakete durch eine umfangreiche E-Mail-Funktionalität und statistische Auswertungen.

Der Übergang von den "Billig"-Angeboten zu Business-Webspace ist fließend. Professionelle Funktionalität ist ab ca. 30 € im Monat zu haben. Sie können Business-Webspace auch direkt von uns beziehen. Wir sind Reseller von Schlund+Partner und können Ihnen Pakete anbieten, die denen von Schlund und Partner zu 100 Prozent entsprechen - auch im Preis. Gleichzeitig haben Sie aber mit uns eine kompetenten und festen Ansprechpartner und auch die Möglichkeit, einen monatlichen Wartungsvertrag abzuschließen. Vergleichen Sie unsere Angebote mit der Konkurrenz. Sie werden überrascht sein.

Ready-to-run-Server

Ihnen reicht die Rechenleistung von "Business-Webspace" nicht? Sie wollen Ihren eigenen Server, der nur Ihre Internetpräsenz beherbergt? Auch dann haben wir die richtige Lösung für Sie. Ab 189 € pro Monat inkl. MwSt. bekommen Sie von uns Ihren eigenen Server, der nur für Sie da ist. Die Rechenleistung der CPU (mindestens 766 MHz) und der Festplattenplatz (mindestens 20 GB) gehören ganz Ihnen. Genug Power auch für noch so große und erfolgreiche Internet-Auftritte. Dabei sind die Ready-to-run-Server fix und fertig konfiguriert. Sie müssen sich nicht um die Administration kümmern. Fragen Sie nach unseren Angeboten.

Nur in Ausnahmefällen sind die letzten zwei hier beschriebenen Lösungen sinnvoll:

Eigener Rechner bei Ihnen im Büro (oder zuhause)

Sie können über eine Flat-Rate - oder besser über eine "echte" Standleitung - einen Ihrer PC's als Webserver betreiben. Als Betriebssystem können Sie Windows NT/2000/XP Server oder Linux einsetzen. In den beiden ersten Fällen würden Sie sinnvollerweise Microsoft Internet Information Server als Webserver wählen, unter Linux sollten Sie Apache einsetzen.

Obwohl ein eigener Server im Haus zunächst als gute Lösung erscheint, ist dies nur in Ausnahmefällen anzuraten.

Wieso??

  • Sie brauchen eigene Hardware und Software. Die Software ist unter Linux zwar kostenlos verfügbar, jedoch stellt ein gut besuchter Webserver nicht unerhebliche Anforderungen an den Arbeitsspeicher (mindestens 256 MB) und die anderen Rechnerkomponenten. Ein betagter Pentium taugt durchaus noch als Druckserver im Intranet, als Webserver ist er jedoch völlig überfordert.
  • Sie sind selbst für die Konfiguration des Betriebssystems und des Servers zuständig.
    Insbesondere müssen Sie auch dafür sorgen, dass ständig die neuesten "Patches" eingespielt werden, um Hackerattacken vorzubeugen.
  • Sie müssen selbst eine Firewall einrichten, um Ihr Firmennetzwerk vor Hackerattacken zu schützen.
  • Sie müssen selbst regelmäßig Backups durchführen.
  • Je nach Ausgestaltung des "Flat-Rate" Vertrags bzw. der Standleitung können volumenabhängige Gebühren auftreten. Die Kosten für den Webserver sind so nicht fest kalkulierbar.

Dies alles ist ein nicht zu unterschätzender Arbeitsaufwand, der sich für Sie nur lohnt, wenn Sie wirklich "Großes" im Internet vorhaben und dafür einen EDV-Verantwortlichen abstellen können. Aber selbst dann ist das im nächsten Punkt beschriebene "Server-Homing" oft die bessere Alternative.

Server-Homing

Server-Homing bedeutet, dass Sie einen von Ihnen fertig konfigurierten Rechner mit einem Betriebssystem und Webserver Ihrer Wahl bei einem Rechenzentrum eines großen Providers "einstellen". Hinsichtlich der Hardware müssen Sie sich mit dem Provider abstimmen, insbesondere bezüglich des Gehäuses.

Wann ist dies eine sinnvolle Lösung?

  • Falls Sie eine besonders hohe Rechenleistung des Servers brauchen, um z.B. umfangreiche serverseitige Auswertungen oder Berechnungen durchzuführen. Im Fall von Business-Webspace gehört Ihnen ein Server nicht allein, die Rechenzeit (CPU-Zeit pro Server-Skript) ist meist begrenzt. Bei Ihrem eigenen Server haben Sie eine CPU (oder mehrere) für sich allein. Beachten Sie aber, dass die oben beschriebenen Ready-to-run Server hier die unproblematischere Lösung bieten - und genauso die gesamte CPU-Rechenleistung zur Verfügung stellen.
  • Falls Sie spezielle Programme auf dem Server einsetzen, die Ihnen ein Business-Webspace Provider nicht zur Verfügung stellen kann. Dies ist auch ein Vorteil im Vergleich mit Ready-to-run-Servern, auf denen Programme nur als "normaler Benutzer" und nicht als "Root" installiert werden können. Bei einem von Ihnen konfigurierten Server haben Sie natürlich keine solchen Einschränkungen - aber eventuell auch genau deswegen mehr Probleme.
  • Wenn Sie aus irgendeinem anderen Grund volle Kontrolle über den Server benötigen. Dies ist über telnet (Linux/Unix) oder über PCAnywhere (NT, 2000) jederzeit möglich, auch ohne, dass Sie direkt vor Ihrem Server sitzen.

Im Gegensatz zum vorher beschriebenen Server in Ihrer Firma müssen Sie sich aber nicht um eine Internetanbindung, Notstromversorgungen etc. kümmern. Server-Homing ist also im Vergleich zum Server bei Ihnen in der Firma meist die bessere Alternative. Als monatliche Kosten müssen Sie ca. 200 € ansetzen. Hinzu kommt bei hohem Traffic eine Zusatzpauschale für den Datenverkehr sowie natürlich einmalig die Kosten für den Server und die Software (ab € 1.500). Sie sollten die Kosten und Nutzen aber auf jeden Fall mit Ready-to-run-Servern vergleichen.